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Das Saxophon, erfunden von Adolphe Sax im Jahr 1840, ist ein vielseitiges Instrument, das in verschiedenen Musikgenres Verwendung findet. Es hat eine bedeutende Rolle in der deutschen und europäischen Musikszene gespielt und ist weltweit beliebt. Hier sind 10 interessante Fakten über das Saxophon:

Inhaltsverzeichnis

Das Saxophon wurde 1846 in Frankreich patentiert (Jazz-Club Schloss Köngen)

Adolphe Sax, ein belgischer Instrumentenbauer, meldete das Saxophon 1846 in Frankreich zum Patent an. Seine Pariser Werkstatt wurde 1929 von Henri Selmer übernommen, der die Produktion von Saxophonen fortführte und weiterentwickelte.

Es gibt sechs gebräuchliche Saxophon-Varianten (Jazz-Club Schloss Köngen)

Ursprünglich konzipierte Adolphe Sax 14 verschiedene Saxophon-Instrumente. Heute werden hauptsächlich sechs Varianten gebaut, vom Sopranino bis zum Basssaxophon. Am häufigsten werden das Altsaxophon und das Tenorsaxophon gespielt.

Das Saxophon wurde 2019 zum „Instrument des Jahres“ in Deutschland gekürt (Jazz-Club Schloss Köngen)

Die Landesmusikräte in Deutschland wählten das Saxophon zum „Instrument des Jahres 2019“. Ziel war es, die Schönheit des Instruments, seine großartige Literatur und die Vielfalt der Saxophon-Szene einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

In Deutschland begann der Saxophonbau erst Anfang des 20. Jahrhunderts (Saxwelt)

Während in Frankreich bereits seit 60 Jahren Saxophone gebaut wurden, begann der Bau in Deutschland erst um 1900. Markneukirchen, Klingenthal und das damalige Graslitz im Vogtland gelten als Geburtsort der Saxophone in Deutschland.

Julius Keilwerth war 1935 der größte Saxophonhersteller in Europa (Saxwelt)

Die Firma Julius Keilwerth in Kraslice (heute Tschechien) war 1935, nur 10 Jahre nach ihrer Gründung, der größte Saxophonhersteller in Europa. Mit 150 Mitarbeitern avancierte Keilwerth zum führenden deutschen Hersteller von Saxophonen.

Das Saxophon gehört zur Familie der Holzblasinstrumente (Thomann)

Obwohl das Saxophon aus Metall gefertigt wird, zählt es aufgrund seiner Tonerzeugung durch ein Einfach-Rohrblatt zu den Holzblasinstrumenten. Es kombiniert Elemente der Klarinette, Oboe und Metallblasinstrumente.

Das Saxophon hat einen Tonumfang von zweieinhalb Oktaven (Thomann)

Mit seinem Tonumfang von zweieinhalb Oktaven und der Möglichkeit des Überblasens in die Oktave bietet das Saxophon eine große klangliche Vielfalt. Dies macht es zu einem vielseitigen Instrument in verschiedenen Musikgenres.

In den 1920er Jahren wurde die erste Saxophonklasse in Deutschland gegründet (Deutschlandfunk)

Gustav Bumcke gründete Mitte der 1920er Jahre am renommierten Stern’schen Konservatorium in Berlin die erste Saxophonklasse Deutschlands. Er brachte das Saxophon nach Deutschland und trug maßgeblich zu seiner Verbreitung bei.

Während der NS-Zeit wurde versucht, das Saxophon vom Jazz zu entkoppeln (Deutschlandfunk)

In der Zeit des Nationalsozialismus, als Jazz verboten war, versuchten Musiker wie Gustav Bumcke, das Saxophon vom Jazz zu trennen. Dies führte zu teils absurden Interpretationen und Behauptungen über die Herkunft des Instruments.

Das Saxophon ist ein beliebtes Instrument in der klassischen Musik und im Jazz (BDB-Musikakademie)

Das Saxophon findet sowohl in der klassischen Musik als auch im Jazz Verwendung. Festivals wie die „Saxophonia“ der BDB-Musikakademie Staufen bieten Meisterkurse, Workshops und Ensemblespiel für Saxophonistinnen und Saxophonisten aus verschiedenen musikalischen Richtungen.

Das Saxophon wurde ursprünglich für Militärkapellen entwickelt (Deutschlandfunk)

Adolphe Sax entwickelte das Saxophon ursprünglich für Militärkapellen, die im Freien spielten. Es sollte die Lücke zwischen den Holz- und Blechblasinstrumenten füllen und einen kräftigen, obertonreichen Klang produzieren.

In Deutschland begann der Saxophonbau erst um 1900 (Saxwelt)

Während in Frankreich bereits seit 60 Jahren Saxophone gebaut wurden, begann der Bau in Deutschland erst um 1900. Markneukirchen, Klingenthal und das damalige Graslitz im Vogtland gelten als Geburtsort der Saxophone in Deutschland.

Das Saxophon hat einen Tonumfang von zweieinhalb Oktaven (Thomann)

Mit seinem Tonumfang von zweieinhalb Oktaven und der Möglichkeit des Überblasens in die Oktave bietet das Saxophon eine große klangliche Vielfalt. Dies macht es zu einem vielseitigen Instrument in verschiedenen Musikgenres.

Gustav Bumcke gründete die erste Saxophonklasse Deutschlands (Deutschlandfunk)

Mitte der 1920er Jahre gründete Gustav Bumcke am renommierten Stern’schen Konservatorium in Berlin die erste Saxophonklasse Deutschlands. Er brachte das Saxophon nach Deutschland und trug maßgeblich zu seiner Verbreitung bei.

Das Saxophon wird aus verschiedenen Metallen hergestellt (Reisser Musik)

Saxophone werden aus verschiedenen Metallen gefertigt, darunter Messing, Goldmessing, Rotmessing, Neusilber, Kupfer und Sterling-Silber. Die Wahl des Materials beeinflusst den Klang und die Spieleigenschaften des Instruments.

Das Tenorsaxophon gilt als besonders leicht zu erlernen (Reisser Musik)

Das Tenorsaxophon wird oft als eines der am leichtesten zu erlernenden Musikinstrumente bezeichnet. Es eignet sich gut für Anfänger und ermöglicht in der Regel schnelle Erfolgserlebnisse.

Das Saxophon fand erst spät Eingang in die klassische Musik (HJS Jazz)

Als das Saxophon 1841 erfunden wurde, war das klassische Sinfonieorchester bereits vollständig. Erst im 20. Jahrhundert begannen klassische Komponisten vermehrt, für das Saxophon zu schreiben.

In den letzten 50 Jahren wurden über 11.000 Kompositionen für Saxophon registriert (HJS Jazz)

Seit das Saxophon im Jazz des 20. Jahrhunderts Karriere machte, hat es in der klassischen Musik aufgeholt. In den letzten 50 Jahren wurden mehr als 11.000 Kompositionen und Transkriptionen registriert, in denen das Saxophon eine prominente Rolle spielt.

Das Saxophon wurde während der NS-Zeit in Deutschland diffamiert (Verein Musikinstrumentenmuseum)

Anfang der 1930er Jahre wurde das Saxophon in Deutschland im Zuge der Jazz-Diffamierung als Instrument einer „verrohten Niggermusik“ bezeichnet. Ideologisch verblendete Gegner attestierten ihm einen perversen, näselnden und verlogenen Klang.

Erst 1935 wurde das Saxophon offiziell in deutschen Militärkapellen eingeführt (Verein Musikinstrumentenmuseum)

Erst um 1935 erkannte man in Deutschland offiziell den klanglichen Wert des Saxophons für die Militärmusik. Im Herbst desselben Jahres setzte das Flieger-Musikkorps unter seinen 57 Musikern erstmals vier Saxophone etatmäßig ein.

Julia spielt leidenschaftlich Saxophon und teilt ihre Erfahrungen zur Gestaltung idealer Musikräume für perfekte Klangerlebnisse.